Das macht uns aus

Ein jahrzehntelanges Pilotprojekt

Die Basis für unsere Erfahrung von internationalem Wohnen und der Antrieb für die Gründung von MIWO e.V. liegt in unserer Erfahrung des Zusammenwohnens im Johanneskolleg.

Im internationalen Studentenwohnheim „Johanneskolleg“ konnten wir ein gelungendes Zusammenleben zwischen jungen Menschen verschiedenster Religionen, Kulturen und Nationen erleben.

Von 1963 bis 2015 gab es in München das internationale Studentenwohnheim „Johanneskolleg“. Leider wurde das Johanneskolleg im September 2015 von seinem damaligen Träger geschlossen.

Der Wegfall einer solchen Institution in München gab uns den notwendigen Motivationsschub noch als Studierende einen sinnvollen Beitrag zur Wohnsituation in München zu leisten.

Von der Idee zur Vereinsgründung

Seit 2016 verfolgen wir das Ziel, ein neues internationales Studentenwohnheim in München zu eröffnen. Zunächst waren wir lediglich 5 ehemalige Bewohner des Johanneskollegs, die von der Idee eines „eigenen“ Studentenwohnheims begeistert waren.

Nach und nach haben sich immer mehr Menschen für unsere Idee begeistert, auch solche, die zuvor nicht im Johanneskolleg gewohnt haben. So konnten wir verschiedene Unterstützer gewinnen, die sich vorher schon in anderen Wohnheimen in München auf Leitungsebene engagiert haben.

Im Oktober 2018 erfolgte dann nach mehrjähriger Vorbereitung die Vereinsgründung von München Internationales Wohnen - MIWO e.V. Damit war der erste wichtige Schritt in Richtung Realisierung des Vorhabens gemacht. Seitdem haben wir viele Gespräche zu Grundstücken, Finanzierung und möglicher Umsetzung geführt. Noch hat sich keine hundertprozentige Möglichkeit ergeben, daher suchen wir weiterhin und sind dankbar für Tipps und Hinweise.

Grundstücke

Damit das Grundstück für unser Vorhaben geeignet ist, muss es verschiedene Kriterien erfüllen:

  • gute Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel
  • überschaubare Fahrstrecke zu mind. zwei verschiedenen Universitäten, Hochschulen o.Ä.
  • ausreichend Platz für 120 Wohnplätze
  • Erbpacht oder angemessener Kaufpreis für ein soziales Wohnprojekt
  • aufgeschlossene Nachbarschaft

Derzeit führen wir verschiedene Gespräche für unterschiedliche Grundstücke. Am Beispiel der Bayernkaserne lässt sich gut vermitteln, wieso wir in diesem Punkt derzeit keine Klarheit oder Planungssicherheit haben. Wir sind seit einigen Jahren mit dem Planungsreferat im Austausch, damit eine entsprechende Fläche für ein Studentenwohnheim ausgeschrieben wird. Gleichzeitig sind wir mit Genossenschaften für eine mögliche Kooperation im Gespräch. Nachdem die Landeshauptstadt die Vergabe der Grundstücke mehrmals verschoben hat und die Konditionen für diese Grundstücke noch nicht festgelegt sind, können wir derzeit nur auf eine Vergabe spekulieren. Zusätzlich können wir eine detaillierte Planung erst aufnehmen, wenn wir wissen, welches Grundstück mit einer entsprechenden Widmung ausgeschrieben wird. Wir bleiben dran und hoffen auf die Bayernkaserne als die derzeit konkreteste Chance für unser Vorhaben. Derzeit sind vier weitere Grundstücke in Prüfung, hier stehen die Verhandlungsgespräche noch aus.

Danke für alle Tipps und Empfehlungen zu möglichen Grundstücken. Wir gehen diesen nach Möglichkeit nach, allerdings mussten wir alle bisher genannten Optionen ausschließen. Mal war das Grundstück zu klein und damit eine Wirtschaftlichkeit nicht gegeben, mal war das Grundstück zu weit außerhalb gelegen.

Finanzierung

Über die Miete erwirtschaften wir die Betriebskosten der Immobilie sowie alle Finanzierungskosten. Der Bezugsrahmen für diese ist das soziale Engagement aller Beteiligten, nicht die sonst am Markt in München übliche Rendite. Die sozialverträgliche Rendite bildet eine der beiden Voraussetzungen, damit für Studierende bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann. Die zweite Komponente ist ein erschwinglicher Baugrund. Dies wäre zum Beispiel bei einem moderaten Erbbaupachtzins oder einem Erwerb unter Marktpreis gegeben. Mit diesen beiden Komponenten kann sich das Haus bei erschwinglichen Mieten selbst finanzieren.

Je nach Grundstück gibt es verschiedene Finanzierungsoptionen. Im Allgemeinen planen wir mit den folgenden Finanzierungsinstrumenten zu arbeiten:

Eigenkapital

Sobald sich die Zusage für ein Grundstück abzeichnet, möchten wir über Spenden an den Verein, unterstützt durch eine Crowdfunding-Kampagne Eigenkapital einwerben.

Privatdarlehen

Wir können Darlehen von Privatpersonen annehmen, die unser Projekt unterstützen wollen und dafür einen marktüblichen Zinssatz erhalten. Diese Personen unterstützen auf diese Art und Weise unser Vorhaben und können ihre Gelder in ein soziales Projekt anlegen. Diese Darlehen wollen wir anwerben, sobald ein Grundstück feststeht.

Investoren

Wir sind mit verschiedenen Partnern, wie beispielsweise Ordensgemeinschaften, in Kontakt. Wir bieten diesen Organisationen eine Investitionsmöglichkeit in eine soziale, nachhaltige Immobilie.

Förderungen

Für den Neubau von Studierendenheimen gibt es Förderungen, genauso für die Umsetzung besonderer Wohnformen. Je nach aktueller Fördermöglichkeit werden wir uns um eine Unterstützung bemühen.

Bankdarlehen

Wir planen, dass der fehlende Teil der Finanzierung durch ein marktübliches Bankdarlehen abgedeckt wird.

Wieso dauert das alles so lange?

2016 entstand die Idee, 2018 wurde der Verein gegründet und 2020 ist immer noch kein Grundstück vertragsreif: Was ist da los?

Die Suche nach einem Grundstück in München, einem der härtesten Immobilienmärkte Deutschlands, ist langwierig. Wir haben mittlerweile gute Kontakte zu verschiedensten Stellen, die sich für uns einsetzen - vom Planungsreferat über Genossenschaften und Politiker*innen. Allein dieser Kontaktaufbau hat mehrere Jahre in Anspruch genommen. So ist der Name MIWO mittlerweile vielen Leuten in München ein Begriff. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Grundstücke, die wir jedes Jahr prüfen.

Auch wenn die Fortschritte klein sind und die Arbeit nur zäh vorangeht: Wir geben nicht auf und sind guter Dinge, dass wir in den kommenden Jahren unser Vorhaben realisieren können.

Unser Vorstand

Sr. Francesca Hannen
(Vorstand)

Es war der Wunsch meiner damaligen Provinzoberin, dass ich im internationalen Studentenwohnheim Johanneskolleg, in dem meine Mitschwestern seit über 40 Jahren lebten, die Nachfolge mit einer neuen Gemeinschaft an zu treten. Ich „verliebte“ mich sozusagen in dieses bunte, vielfältige, internationale und interreligöse Miteinander und nach einem Jahr wurde ich gefragt, ob ich die Gesamtleitung übernehmen kann. Ich habe all meine Energie, Kreativität und meinen Glauben in ein Miteinander für den Frieden gelegt. Um so schlimmer war es für mich als das Studentenwohnheim 2015 geschlossen wurde. Die so wertvollen Erfahrungen von 13 Jahren internationalem Wohnen treiben mich an, wieder einen solchen Ort entstehen zu lassen. Es ist wunderbar mit jungen und erfahrenen Menschen, die diesen Traum teilen, im Vorstand von MIWO wieder ein solches Wohnheim aufzubauen.

Nico Sieber
(Vorstand)

Ich wohnte selbst sieben Jahre in drei unterschiedlichen Studentenwohnheimen. Vom Hausmeister bis zur studentische Leitung habe ich mich in die jeweiligen Häuser eingebracht. Als Vorstand im MIWO e.V. will ich diese Erfahrung anderen Studierenden ermöglichen.

Johannes Hochholzer
(Vorstand)

Gemeinschaft unterschiedlicher Form zieht sich als roter Faden durch mein Leben, sei es in meiner Jugendgruppe meiner Pfarrei, als Gruppenleiter im Zeltlager, im Studentenwohnheim Johanneskolleg oder in verschiedenen Theatergruppen. Daher ist es mir ein großes Anliegen, dass Gemeinschaft auch in unserem Alltag eine tragende Rolle spielt. Als Vorstand von MIWO e.V. setzt ich mich dafür ein, dass in einem neuen Wohnheim in München Gemeinschaft zeitgemäß gelebt werden kann.

Thomas Riegel
(Kassierer)

Als verheirateter Ehemann mit 4 Kinder und stolzer Opa schaue ich auf 50 Jahren Berufstätigkeit zurück: u.a. Schreiner, Dipl. Betriebswirt (FH), Betriebsleiter in einer Fensterfabrik, Geschäftsführer des KKV Hansa e.V. München (Hansa Haus), Vermietung von Veranstaltungsräumen und Leitung des angeschlossenen Wohnheims. Meine beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten bringe ich bei der Entstehung eines neuen Studentenwohnheims mit ein und habe aus diesem Grund eine Vorstandsposition bei MIWO e.V. übernommen.

Schriftführer

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